FeedEl-Hasa oder el-Ahsa
ErdkundeBrockhaus 1882

El-Hasa oder el-Ahsa, ein jetzt zum Vilajet Basra gehörender Teil des türk. Arabien, der im O. längs des Persischen Golfs sich hinziehende flache Landstrich zwischen dem Ostrande des innern Hochlandes und der durch ihre vorgelagerten, gefährlichen Korallenriffe und den zahlreichen unter der Meeresfläche austretenden Quellen merkwürdigen Küstenstriche. Es ist eine dürre, sandige Fläche, hier und da unterbrochen durch fruchtbare, weil unter dem Boden bewässerte Flecke. Das Land reicht im S. bis zu der nach N. vorspingenden Halbinsel Katar, welche den Golf der Bahrein-Inseln nach O. hin begrenzt. Hier liegt, im W. vom Südende dieses Golfs, die Hauptstadt El-Hofüf, mit 25000 E., welche die Türken 1872 eingenommen haben; nahe im N. davon die nicht unbedeutende Festung Mubarraz, mit 20000 E. Noördlicher folgt an der Küste El-Katif, das, sowie der ganze ungesunde, aber fruchtbare Küstenstrich, in der Stadt und den 32 Dörfern mit 92000 Bewohnern, seit 1875 ebenfalls den Türken gehört. Hier war im 9. und 10. Jahrh. der Sitz der schiitischen Sekte der Kar—⸗ maten, welche das ganze innere Arabien eroberten, Basra und Mekka verwüsteten und mehr als hundert Jahre lang siegreich den Mohammedanismus bekämpften. Den Mittelpunkt des Verkehrs bilden die Bahrein-Inseln (s.d.). Im nördlichsten Teile des Landes, im SW. der Mündung des Schatt-el-Aräb, liegt der gut gebaute, reinliche Ort el-Koweyt, Koeit (von Khote, d. i. Festung) oder Korein, mit mehr als 20000 E., einem sehr guten Hafen und den besten Schiffen und Schiffern dieses Meeres.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 52Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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