Meneius, s. Meng-tse. Mencke, eine verdiente deutsche Gelehrtenfamilie, aus der besonders hervorzuheben sind: Otto M., geb. 22. März 1644 zu Oldenburg, wo sein Vater Kaufmann und Bürgermeister war, gest. als Professor der Moral zu Leipzig 29. Jan. 1707, wurde durch die Herausgabe der Acta Eruditorumo (s. d.), seit 1682, der Begründer der ersten in Deutschland erscheinenden gelehrten Zeitschrift. Johann Burkhard M., Sohn des vorigen, geb. 27. März 1675 zu Leipzig, studierte daselbst Theologie und wurde 1699 Professor der Geschichte; 1708 ernannte ihn Friedrich August zu seinem Historiographen. Er starb in Leipzig 1. April 1732. Bleibendes Verdienst erwarb er sich durch die Herausgabe der «Scriptores rerum Germanicarum, praecipue Saxonicarumo (3 Bde., Lpz. 1728-30). Größtes Aufsehen machte er durch seine satirischen „(Orationes duae de charlataneria eruditorumo (Lpz. 1715 u. öfter), die sowohl ins Deutsche wie in mehrere andere fremde Sprachen übersetzt wurden. Nach seines Vaters Tode setzte er die Acta Eruditorumo fort; auch begründete er 1715 die (Neuen Zeitungen von gelehrten Sachend. Zugleich war er unter dem Namen Philander von der Linde ein beliebter Dichter und Vorsteher der Deutschübenden poetischen Gesellschaft in Leipzig. Seine Gedichte erschienen in vier Teilen (Lpz. 1705); seine kleinen und akademischen Schriften wurden nach seinem Tode von seinem Sohne gesammelt in den «Orationes academicae (Lpz. 1734), «Dissertationes literariae (Lpz. 1734) und Dissertationum academicarum deécaso (Lpz. 1734). Vgl. Rich. Treitschke, Burkhard M., Professor der Geschichte zu Leipzigo (Lpz. 1842). Friedrich Otto M., Sohn des vorigen, geb. 3. Aug. 1708 zu Leipzig, gest. daselbst als Professor der Rechte und Ratsherr 14. März 1754, setzte die von seinem Großvater und Vater begründeten gelehrten Zeitschriften fort und schrieb unter anderm „Historia vitae Angeli Politianio (Lpz. 1736). Ein Vetter des erwähnten Otto M., Lüder M., geb. zu Oldenburg 14. Dez. 1658, gest. als Ordinarius der Juristenfakultät zu Leipzig 29. Juni 1726, schrieb mehrere jurist. Werke. Mendäer, s. Mandäer. inseln. Mendana-Archipel, soviel wie Marquesas-Mende, Hauptstadt des franz. Depart. Lozere, in einem tiefen Thale links am Lot, am Fuße der Causse de M. (1060m), Station der Linie Séverac-M. der Französischen Südbahn, hat ein Tribunal erster Instanz, Gewerbekammer, Ackerbaugesellschaft, eine Gesellschaft der Wissenschaften und Künste und ein Handels-College, eine zweitürmige Kathedrale, vor derselben eine Bronzestatue des aus der Gegend gebürtigen Papstes Urban V. von Dumont, und zählt (1876) 6239, als Gemeinde 7300 E., welche bedeutende Tuch⸗ und Sergefabriken unterhalten.