FeedLockhart(John Gibson)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Lockhart(John Gibson), engl. Schriftsteller, geb. 1794 zu Cambusnethan in Lanarkshire in Schottland, studierte auf der Universität Glasgow, dann in Oxford und ward hierauf Advokat in Edinburgh. Seine erste Schrift war Peter's letters to his kinsfolko (3 Bde., 1819), eine Reihe satirischer Personenschilderungen aus der edinburgher Gesellschaft. L. wurde 1818 bei Walter Scott eingeführt, dessen älteste Tochter er heiratete. Hierauf veröffentlichte er Valerius v (3 Bde., Lond. 1821), einen den ersten Zeiten des röm. Kaiserreichs entnommenen Roman, Adam Blairo (1822), ein schott. Sittengemälde, Reginald Daltonv (3 Bde., 1823), eine Schilderung des engl. Universitätslebens, und Matthew Waldo (1824), der schwächste von seinen Romanen. Berühmt sind seine Übertragungen altspan. Balladen (Ancient Spanish balladso, 1823, wiederholt aufgelegt). L. Übernahm 1826 die Redaction der Quarterly Revievo in London und erhielt unter dem Ministerium Peel die Sinekureeines Auditeurs des Herzogtums Lancaster. Er schrieb noch ein geschätztes Läke of Robert Burnso (Edinb. 1828; 5. Aufl., Lond. 1853) und die Biographie seines Schwiegervaters: Life of Sir Walter Scotty (7 Bde., Edinb. u. Lond. 1838), sein berühmtestes Werk. L. starb 25. Nov. 1854 zu Abbotsford und wurde in Dryburgh-Abbey beigesetzt. — Seine Gattin, Sophia, und seine Söhne waren schon vor ihm gestorben, die I 17. Mai 1837, der letzte Sohn, Walter, der als Erbe des abbotsforder Majorats den Namen L.⸗Scott angenommen, 10. Jan. 1853.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 141Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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