FeedMentha L.
PflanzenreichBrockhaus 1882

Mentha L., Minze, ist der Name einer zur Familie der Labiaten gehörenden Pflanzengattung mit kleiner, trichterförmiger, vierspaltiger, meist rötlicher Blume und vier oberwärts auseinander tretenden Staubgefäßen. Es sind meist behaarte Kräuter mit kriechender Wurzel, gegenständigen, meist gesägten Blättern und bald entfernt stehenden, bald zu Ahren oder Köpfen zusammengedrängten Blütenquirlen; sie variieren sehr leicht und es weichen deshalb die Angaben über Anzahl der bekannten Arten sehr voneinander ab. Ihre Heimat ist hauptsächlich die nördl. gemäßigte Zone, doch kommen auch einige in den Tropengegenden vor. Sie enthalten sämtlich ein aromatisch riechendes, ätherisches Sl, wodurch sie mehr oder minder heilkräftig werden. Vorzüglich sind die Pfefferminze (s. d.) und krausblätterige Kulturvarietäten verschiedener Arten, die sog. Krauseminze (s. d.), sowie der Polei (. d.) als flüchtig reizendes Heilmittel besonders bei Affektionen der Unterleibsorgane gebräuchlich. Auch die Waldminze oder Pferdeminze (AX. sylvestris L.) ist samt ihren vielen Varietäten sehr gewürzhaft. Auf feuchten AÄckern und anderwärts wächst die Ackerminze (M. arvensis L.), in Gräben und an Teichen die Wasserminze (N. aquatica L.). Alle diese besitzen gleichfalls den aromatischen eigentümlichen Minzgeruch und können ebenso wie erstere benutzt werden. Meuthenkampfer, s. unter Ka mpfer.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 627Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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