Sium L., Pflanzengattung aus der Familie der Umbelliferen. Man kennt nur vier Arten, die auf der nördl. Halbkugel eine ausgedehnte Verbreitung haben. Es sind krautartige Gewächse, welche vorzugsweise an sumpfigen Orten wachsen und sich durch seitlich zusammengedrückte, gerandete Früchte, verkehrt-eirunde, ausgerandete Blumenblätter mit nach innen geschlagenem Zipfel und vierstrahlige, mit allgemeiner vielblätteriger Hülle und besondern mehrblätterigen Hüllchen versehene Dolden auseichnen. Die einzige in Deutschland einheimische rt, S. latifolium L., ein Sumpfgewächs mit röhrigem, vielkantigem, stark verzweigtem Stengel, fiederteiligen, breitzipfeligen, über den Wasserspiegel hervorragenden und in feine, haarförmige Zipfel zerteilten, untergetauchten Blättern führt den Namen Merk. Sie gilt für giftig. Zu dieser Gattung gehört auch die Zuckerwurzel (S. Sisarum I.), eine aus Mittelasien stammende Pflanze, welche hin und wieder in Küchengärten ihrer süß und aromatisch schmeckenden Wurzeln halber kultiviert wird. Ihr Wurzelstock besteht aus büschelig gruppierten Wurzeln, ihre untern Blätter sind fiederschnittig mit eiförmig-länglichen, scharfgesägten Abschnitten, die obern dreiteilig mit lanzettlichen Teilstücken, die Blüten wie beim Merk weiß. Diese Pflanze verlangt einen leichten, fetten, gut bearbeiteten und warm gelegenen Boden.