Metamorphische Gesteine nannte man alle diejenigen Felsarten, von denen sich vermuten ließ, daß sie bei ihrer ersten Entstehung eine ganz andere Beschaffenheit und Zusammensetzung besaßen, als sie jetzt zeigen. Es gilt das besonders für gewisse krystallinische Schiefer, wie Gneis und Glimmerschiefer, von denen man vermutete, daß sie durch innerliche, auf nassem Wege erfolgende Umkrystallisierungsprozesse oder durch Einwirkung der innern Erdwärme aus verschiedenen Thonschieferarten oder Grauwacken entstanden seien, deren mineralische Aber auch wenn letztere wesentlich dieselbe geblieben ist und nur die Textur sich auffallend verändert hat, pflegt man oft den Ausdruck ametamorphisch » anzuwenden, so z. B. auf krystallinisch körnigen Kalkstein, von dem man voraussetzt, daß er aus dichtem entstanden ist. Gesteine, welche durch die Glut benachbarter Eruptipgesteine (s. d.) eine Umänderung ihres petrographischen Charakters erlitten haben, nennt man kontaktmetamorphische.