Meteorograph (grch.), ein zu denselben Zwecken, wie das Meteoroskop (s. d.) bestimmtes Instrument, nur mit dem Unterschied, daß die erhaltenen Beobachtungen hier nicht sofort abgelesen zu werden brauchen, sondern in ähnlicher Weise, wie bei selbstregistrierenden Instrumenten (s. Registrierapparate) auf mit Papier bespannten Trommeln verzeichnet werden. Durch dieses Verfahren kann erstens eine schnellere Aufeinanderfolge der Beobachtungsmomente ermöglicht werden, zweitens wird aber namentlich erreicht, daß das beim unmittelbaren Ablesen der Kreise nötige Lampenlicht entbehrt werden kann und das Auge nicht fortwährend durch dasselbe geblendet wird, was gerade bei den mit dem M. zu beobachtenden sehr schwachen und oft schlecht begrenzten Objekten von der 2 Nemn Bedeutung ist. Ein nach Angabe Professor Neumayers konstruierter M. war auf den deutschen Polarstationen 1882/83 thätig.