FeedMetonymie
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Metonymie (grch.) nennt man in der Rhetorik die Vertauschung des eigentlichen oder allgemeinen Begriffs mit solchen, die notwendig oder zufällig mit ihm verbunden sind. Dahin gehört namentlich die Vertauschung 1) von Ursache und Wirkung, wie kalto statt ctoto; 2) von Vorhergehendem und Nachfolgendem, wie bei Herder: Nimm den Kern des Heers und zieh' tapfer wider die Kroateno, statt kämpfer; 3) des Stoffs und des daraus Gebildeten, wie «Kränze pflücken » statt „Blumen pflückeno; 4) der Eigenschaft und ihres Subjekts oder des Abstraktum und Konkretum, wie (Tugendo statt Tugendhafte v; 5) des Werkzeugs mit dem Gebrauche desselben, wie bei Engel: «Die Conversations-Lexikon. 13. Aufl. XI. Zunge und der Griffel machten den Menschen zu dem, was er werden sollten; 6) des Ortes und der Zeit mit den darin enthaltenen Personen und Begebenheiten, Markty statt Menschenv, „Gegenwarty statt edie Zeitgenosseno; 7) des Zeichens mit der Sache selbst, z. B.: «Sie treten unter die Fahnenv. „Metoöpen oder Zwischenfelder nennt man in der griech. antiken Baukunst diejenigen Teile im Fries des dor. Gebälks, welche sich zwischen den Triglyphen befinden. Sie waren nach bisherigen allgemeinen Annahmen ursprünglich Offnungen, welche zugleich zur Erleuchtung der Tempelzellen dienten, wurden aber später mit meist ornamentierten Steintafeln versetzt. Wegen ihrer vortrefflichen Hochreliefs berühmt sind besonders die von Phidias und seinen Schülern herrührenden Metopentafeln vom Parthenon zu Athen, jetzt meist im Britischen Museum zu London, welche Centaurenkämpfe und Gruppen aus dem Zuge der Panathenäen darstellen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 673Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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