Miaulis (Andreas Vokos), griech. Freiheitskämpfer und Admiral, geb. 1768 oder 1772 auf Negroponte, begann seine Laufbahn als Matrose und erhielt den Beinamen M. von dem türk. Worte Miaul, d. h. Felucke. Später ließ er sich auf Hydra nieder. Er schloß sich 1821 mit seiner Fregatte Leonidas der Nationalerhebung an, wurde Oberbefehlshaber der griech. Flotte und errang viele glänzende Erfolge. Als 1827 Lord Cochrane zum griech. Oberadmiral ernannt wurde, trat er zurück, aber der Präsident Graf Kapodistrias gab ihm den Oberbefehl über die Flotte wieder. M. wurde im Jan. 1831 Mitglied der Provisorischen Regierung zu Hydra, bemächtigte sich 30. Juli des Kriegshafens Poros und ließ die dort abgetakelt liegende griech. Flotte 13. Aug. verbrennen, damit sie nicht den Russen in die Hände fiele. König Otto ernannte ihn 1833 zum Kontreadmiral, 1835 zum Vizeadmiral. Er starb 24. Juni 1835 zu Athen und wurde neben dem Denkmal des Themistokles bei Piräus begraben, sein Herz aber auf Hydra beigesetzt. Athanasios M., der Sohn des vorigen, vertrat wiederholt seine Geburtsinsel Hydra in der Kammer, war Präsident des griech. Ministeriums von Nov. 1857 bis zum Militäraufstande in Nauplia (Frühjahr 1862) und starbim Mai 1867zu Paris.