Mikrometerschrauben haben ein außerordentlich feines Gewinde und die durch dieselben hervorgebrachte Verschiebung erfolgt fehr langsam. Aus einer am Kopfe derselben angebrachten Einteilung, welche mit einem feststehenden Nonius korrespondiert, läßt sich das Maß der Verschiebung bis auf die kleinsten Bruchteile ablesen. An Meßinstrumenten benutzt man M. auch zur bloßen Fortbewegung des einzustellenden Teils, die entweder eine geradlinige oder eine kreisförmige sein kann. Im letztern Falle ruhen die M. beziehungsweise ihre Muttern in Kugelgelenken, wie z. B. beim Meßtisch. Man hat M. mit Doppelgewinden, die entweder gleichartig, aber von verschiedener Steigung, oder entgegengesetzt sein können. Im erstern Falle wird die Bewegung verlangsamt (Differenzial-Mikrometerschrauben), im letztern beschleunigt (Integralmikrometerschrauben).