Meßmaschine ist eine in mechan. Webereien, in Färbereien und Appreturanstalten angewendete Vorrichtung zum selbstthätigen Messen, meist zugleich zum geordneten Legen von Geweben. Nachstehende Figur stellt eine Meß⸗ und Legemachine der chemnitzer Werkzeugmaschinenfabrik „Uniono dar. Der zu messende Stoff läuft hier über die metallene Walze aa, an deren Welle sich die Schnecke b befindet, die in eine Zählscheibe o eingreift, von welcher man das Maß in Metern und Decimetern ablesen kann. Bevor der Stoff über die Zählwalze läuft, wird er durch polierte Spannstäbe gezogen, die zwischen zwei Armen befestigt sind. Hierdurch wird ein freihängender Rahmen gebildet, den man in die passendste Lage bringt, um die Ware beim Messen bequem durchsehen zu können. Das Aufschlagen der Ware erfolgt auf die Winkelbrettchen d, welche durch zwei Zungen gefaßt werden, die durch das Räderwerk kt gemeinschaftlichen Antrieb erhalten und daher miteinander verbunden sind, sodaß ein Brechen oder Verdrehen der dünnen Brettchen nicht stattfinden kann. Häufig ist die M. mit andern Vorrichtungen, z. B. mit einer Bürstmaschine, kombiniert. Ferner versteht man unter Meßmaschinen auch Apparate, die, mit einer Wage kombiniert, die Feststellung des Volumens eines bestimmten Gewichts von Körnerfrüchten oder dergleichen ermöglichen und besonders in Brauereien und Mälzereien zur Verwendung kommen. Da die Kenntnis des Volumens eines bestimmten Gewichts berechtigte Schlüsse auf die Güte des Korns ziehen läßt, sind solche Wäge- und Meßmaschinen für manche Industrien sehr zweckmäßig.