Möen, eine zum dän. Stift Seeland gehörige Insel in der Ostsee, südöstlich von Seeland, von dem sie durch den Ulfssund, und nordöstlich von Falster gelegen, von dem sie durch den Grönsund getrennt ist, hat einen Flächenraum von 211 qkm und (1880) 13505 E. dän. Stammes, die nächst Ackerbau hauptsächlich Fischerei und Schiffahrt treiben. Sie zeichnet sich durch ihre hügelige Gestaltung des Bodens, der sich im Kongsbjerg bis 142m erhebt, ihre erratischen Blöcke und ihre steilen Kreideufer (Möensklint) aus, die eine Höhe von 60 bis 120 muerreichen, ist aber sonst fruchtbar. Die Hauptstadt Stege an der Westküste, mit einem Hafen am Ulfssunde und mit 1931 E., erhielt vom König Erich Glipping im 13. Jahrh. ihre ältern Privilegien bestätigt, wurde 1510 von den Lübeckern belagert und 28. April 1659 nebst der ganzen Insel von den Schweden unter König Karl X. erobert. Bei M. fand 12. Sept. 1657 ein Seetreffen zwischen den Dänen unter Bjelke und den Schweden unter Bjelkenstjerna statt. Moöbro-Okata, Moveru-See, See im südl. Afrika, in 9 30“ südl. Br. und 914 m Höhe, durchflossen vom Luäpula, dem obern Congo. Bis an den M. reicht von Osten her das Reich des Cazembe. Der See wurde 8. Nov. 1867 von Livingstone entdeckt. Mobsa, Fluß und Bezirk im schweiz. Kanton Graubünden. Der Fluß, ein linker Zufluß des Ticino, entspringt 2060 m über dem Meere aus dem Lago Moösola auf der Paßhöhe des St. Bernhardin, durchfließt das Valle Mesocco, nimmt bei Grono rechts die Calancasca aus dem Calancathal auf, tritt bei Monticello auf tessiner Gebiet über und mündet nach 38 Km langem Laufe, 231 über dem Meere, unweit Arbedo. Das Flußgebiet umfaßt 513 qkm, wovon 4,5 qkm auf Gletscher fallen. Der nach dem Flusse benannte Bezirk des Kantons Graubünden besteht aus den Thälern Mesocco, Calanca und Curciusa, und zählt (1880) auf 494 qkm in drei Kreisen (Calanca, Mesocco und Roveredo) und 20 Gemeinden 6203 E. kath. Konfession und ital. Zunge. Mo'bsta (Karl Wilh.), Astronom, geb. 21. Aug. 1825 in Zierenberg bei Kassel, studierte in Marburg und reiste 1850 nach Chile, wurde Direktor der chilenischen Nationalsternwarte und Professor der Astronomie an der Universität Santiago. Im J. 1865 kehrte er nach Deutschland zurück und starb in Dresden 2. April 1884. Seine zahlreichen Beobachtungen sind zum Teil in gesonderten Publikationen der Sternwarte und Universität in Santiago, zum Teil in den «Astronom. Nachrichteno und andern Zeitschriften veröffentlicht.