Mogädor bei den Europäern, Suera oder Sueira bei den Einheimischen, im Berberischen Tasurt, bedeutendster Hafen-und Handelsplatz an der Westküste von Marokko, liegt 210 km westlich von Marokko in flacher, sandiger und unfruchtbarer Dünenwüste, doch nur in 7 km Ferne vom herrlichsten Kulturland, und hat in einem von der Insel M. und vier kleinern, dem Festland näher gelegenen Eilanden gebildeten Kanal von etwa 900m Breite einen guten und sichern Hafen. Die Stadt ist erst 1760 auf Befehl des Sultans Sidi-Mohammed sehr regelmäßig angelegt worden. Die Einwohner, etwa 15000, bestehen zur Hälfte aus Juden, die ihr eigenes Quartier, die Mellah, innehaben. Auf den Inseln sind vier Batterien errichtet. Die Hauptinsel umgibt ein so seichtes Meer, daß man sie zur Zeit der Ebbe vom Lande aus erreichen kann. Weder an einer der Inseln noch am Festlande können Seeschiffe anlegen, sondern diese bedürfen der Leichterschiffe. Die frühern Befestigunen haben durch das Bombardement von seiten der Franzosen unter dem Prinzen von Joinville 15. Aug. 1844 sehr gelitten. Unfern südlich befindet sich das Grab des Heiligen Sidi Mogdal oder Mogdur. Der Handel von M., meist in den Händen der Juden, ist sehr beträchtlich nach dem Innern, auch nach England, Frankreich und Nordamerika. Ausgeführt werden Ziegenfelle, Gummi, Straußenfedern, Mandeln für mehr als 1 Mill. Mark (sechs Siebentel nach England), Wachs u. s. w.