Mora (Don José Joaquin de), span. Dichter, geb. zu Cadiz 1783, hatte in Granada seine Studien vollendet, als die franz. Invasion 1808 ihn unter die Waffen rief. Er wurde jedoch von den Franzosen gefangen und uach Autun in Frankreich gebracht und übernahm nach seiner Rückkehr 1814 die Redaction der Cronica literaria y cientificav, die später unter dem Titel EIl Constitucionabo zu den einflußreichsten Zeitungen gehörte. Nach Wiederherstellung der absoluten Monarchie (1823) sah er sich genötigt auszuwandern. Er flüchtete sich nach London, wo er das Taschenbuch No me olvideso (Lond. 1824—27) und den Cuadro de la historia de los Arabeso (2 Bde., Lond. 1826) veröffentlichte. Im J. 1827 folgte er Ribadavia nach Buenos-Ayres. Später ließ er sich in Santiago de Chile und dann in der Republik Bolivia nieder und kehrte als Generalkonsul des letztern Staats nach London zurück. Seine Leyendas espanolaso erschienen 1840 in London. Im J. 1843 kehrte er nach Spanien zurück und wurde als Direktor des Kollegiums San-Felipe in Cadiz angestellt, ging aber 1856 als Konsul wieder nach London. Er starb Ende 1863. M. hat sich in den meisten lyrischen Dichtarten versucht. Besonders gelangen ihm scherzhafte und satirische Gedichte.