Schink (Joh. Friedr.), deutscher Dichter und Dramaturg, geb. zu Magdeburg 1755, studierte seit 1773 zu Halle Theologie. Schon als Student erhielt er den in Hamburg ausgesetzten Preis von 20 Friedrichsdor für sein Trauerspiel «Gianetta Montaldio. S. privatisierte dann 1778 in Berlin, war 1779 Dichter bei dem hannov. Theater, ging 1780 nach Wien, wo er seine Dramaturgischen Fragmenten (4 Bde., Wien 1781—84) und das (Theater zu Abderay (2 Bde., Berl. 1787) schrieb, und wurde 1789 von Schröder in Hamburg als Dramaturg und Dichter angestellt. Hier schrieb er die „Dramaturgischen Monated (4 Bde., Schwer. 1790) und das Wochenblatt „Laune, Spott und Ernsto (4 Bde., Altona 1793). Im J. 1797 ließ er sich in Ratzeburg nieder, wo er den Johann Faustv (2 Bde., Berl. 1804) und die „Gesänge der Religiono (Berl. 1789; neue Aufl. 1823) herausgab. Von 1812 bis 1816 lebte er im Holsteinischen. Dann wandte er sich abermals nach Berlin, wo er unter anderm die didaktisch-dramatische Dichtung Fügungenv (Berl. 1818) veröffentlichte. Im J. 1819 führte ihn Frau von der Recke zu Löbichau ein, wo die Herzogin Dorothea von Kurland sich seiner annahm. Nach dem Tode der Herzogin berief ihn 1822 deren Tochter, die Herzogin von Sagan, als Bibliothekar zu sich. S. starb zu Sagan 10. Febr. 1835. Zu seinen letzten Arbeiten gehören die «Romantischen Darstellungeno (Altenb. 1822) und die Darstellung des Lebens und des Charakters Lessingso, in dem ersten Bande von dessen «Schrifteno (1825; auch besonders abgedruckt, Berl. 1825).