Motorophön, ein von dem Physiker G. F. Weigele in Stuttgart erfundener Apparat, mittels dessen mechanische Arbeit in Schall umgesetzt wird, um die bei der telephonischen Schallübertragung auftretende Wirkung einer bewegten Membrane zu demonstrieren. Bei demselben ist an einer Welle ein beliebig verstellbares Excenter mit einer Pleuelstange angebracht, deren Ende an der aus einem Paukenfell bestehenden Membrane befestigt ist. Diese Membrane, die durch einen Spannrahmen mittels Schrauben straffgezogen werden kann, wird beim Betrieb des Apparats so oft hin- und herbewegt, als die Welle Umdrehungen macht, wodurch ein Ton von außerordentlicher Intensität entsteht, der um so stärker wird, je größer die Schwingungsweite ist, welch letztere durch Veränderung der Excentricität reguliert werden kann. Die Tonhöhe hängt von der Schwingungszahl der Membrane, resp. der Umdrehungsgeschwindigkeit der Welle ab und kann von 16 bis zu 440 Schwingungen in der Sekunde gesteigert werden. Durch Anbringung eines Schallbechers wird der Ton noch stärker, voller und musikalischer.