Centrifugalregulator, m., Schwungkugelregulator oder konisches Pendel, frz. régulateur à force centrifuge, engl. wohl amRing wie an derPendelstange in Zapfen eingreifen. Gehen die Kugeln aus einander, so werden diePendelstangen sich weiter von der Welle zu entfernen streben u. heben dadurch den Ring in die Höhe, der sich umgekehrt senkt, wenn die Welle langsamer sich dreht. Der Ring selbst ist durch das Stellzeug, d. h. eine Kombination von Hebeln u. Stangen, in Verbindung mit dem Maschinentheil, durch welchen der Motor zur Maschine zutritt, und bewirkt mit Hülfe einer Klappe (Drosselklappe) od. andern Einrichtung eine Verminderung od. Vermehrung in der Quantität des Motors, je nachdem die Kugeln sich mehr od. weniger von ihrer Welle entfernt haben. Mitunter ist der eine Endpunkt der Verbindungsstange auch in der Verlängerung der Pendelstangen über deren Befestigungspunktin der Welle hinaus, HEIDELBERG O Université dann liegt der Ring oberhalb der Kugeln, während er bei der eben angegebenen Einrichtung unterhalb sich befindet; er sinkt dann, wenn die Welle schneller sich dreht, und steigt, wenn sie langsamer geht. Die Welle des Regulators ist meist durch Kegelräder mit der Hauptwelle in Verbindung gesetzt. — Diese Regulirung wurde von Watt erfunden u. ist bei Dampfmaschinen fast ausschließlich im Gebrauch. wo sie dann mit der Admissionsklappe des Dampfes in Verbindung steht. Bei Wasserrädern kann dadurch der Schütze gehoben u. gesenkt werden, wobei aber die Schwungkugeln schon große Dimensionen annehmen müssen; man benutzt sie dann lieber blos zur Steuerung einer eigenen Vorrichtung, durch welche erst die Stellung des Schützen ausgeführt wird. Man unterscheidet statische u. astatische Cien; die ersteren haben für jede Stellung eine besondere Gleichgewichtsgeschwindigkeit, die letzteren in allen Stellungen dieselbe Gleichgewichtsgeschwindigkeit. Zu den astatischen gehört u. A. der parabolische C. (Fig. 1090); die Kugelarme hängen an einer auf der Regulatorspindel festsitzenden Hülse a, u. werden durch parabolisch gekrümmte Coulissen bb geführt, welche aneiner verschiebbaren Hülse o befestigt sind. — Die Kugeln sollen dadurch in der bei irgend welcher Geschwindigkeit eingenommenen Höhe verbleiben können, wenn die normale Umdrehungszahl wieder erreicht Regulator (Fig. 1091) ist mit gekreuzten Stangen versehen. Neuerdings ist der zu den statischen gehörende Portersche Regulator sehr beliebt geworden, weil er nur sehr kleine Kugeln hat und demnach sehr empfindlich ist. Ihm ähnlich ist der Proellsche C., sogar empfindlicher als der Portersche, aber innerhalb der Ausschlaggrenzen veränderlicher. — Zu den neuesten Modifikationen gehört der Cosinusregulator, so genannt, weil bei ihm das Moment der Centrifugalkraft für eine bestimmte Winkelgeschwindigkeit proportional dem Cosinus des Ausschlagwinkels ist.