FeedMüller (Julius)
ReligionBrockhaus 1882

Müller (Julius), namhafter deutscher Theolog, geb. zu Brieg 10. April 1801, studierte zu Breslau, Göttingen und Berlin erst die Rechte, später Theologie und ward 1825 Pfarrer zu Schönbrunn und Rosen bei Strehlen, 1832 zweiter Universitätsprediger, 1834 außerord. Professor in Göttingen, 1835 ord. Professor zu Marburg, 1839 endlich zu Halle. Sein Hauptwerk ist Die christl. Lehre von der Sünde (Bresl. 1839; 4. Aufl., völlig umgearbeitet, 2 Bde., 1858). Im J. 1846 nahm M. teil an der vorberatenden Generalsynode, vertrat hier die Sache der Union und schrieb zur Verteidigung: Die erste Generalsynode der evang. Landeskirche Preußens » (Berl. 1847). Mit Neander und Nitzsch begann er 1850 die «Deutsche Zeitschrift fürtchristl. Wissenschaft undechristl. Lebeno. Später verteidigte er die evang. Union gegen die Angriffe der luth. Theologen in der Schrift »Die evang. Union, ihr Wesen und göttliches Rechtv (Berl. 1854). Er starb 27. Sept. 1878.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 918Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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