FeedMüller (Adam Heinr.)
ReligionBrockhaus 1882

Müller (Adam Heinr.), Publizist und Diplomat, geb. zu Berlin 30. Juni 1779, studierte anfangs zu Berlin Theologie, hierauf zu Göttingen die Rechte, trat in Wien 30. April 1805 zur röm. Kath. Kirche über und ging bald darauf nach Dresden, wo er 1806—9 Vorlesungen hielt und mit H. von Kleist den cPhöbuso herausgab. Im J. 1809 begab er sich nach Berlin und im Mai 1811 wieder nach Wien. Von 1813 an war M. bei dem Aufstande in Tirol und bei der Organisation dieses Landes thätig, bis er im April 1815 dem Kaiser Franz nach Paris folgte. Hierauf wurde er österr. Generalkonsul für Sachsen in Leipzig, wo er die Zeitschriften «Deutsche Staats⸗-Anzeigen» (1816—18) und aUnparteiischer Litteratur⸗ und Kirchenkorrespondento erscheinen ließ, welche jedoch wegen ihrer reaktionären Tendenz bald eingingen. Sodann wohnte M. den Konferenzen in Karlsbad und Wien bei, wurde 1827 nach Wien zurückberufen und zum Hofrat ernannt. Er starb 17. Jan. 1829. Von seinen Schriften sind zu nennen: Die Elemente der Stagtskunsto (3 Bde., Berl. 1809), Die Theorie such einer neuen Theorie des Geldeso (Lpz. 1816), „Von der Notwendigkeit einer theol. Grundlage der gesamten Staatswissenschaften» (Lpz. 1819). Der Hrundgedanke seiner Lehre ist die Reaktion gegen Adam Smith. Vgl. (Briefwechsel zwischen Fried

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 914Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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