Müller (Morten), Landschaftsmaler, geh. 29. Febr. 1828 zu Holmestrand in Norwegen, begann seine Studien in Düsseldorf in den Ateliers Gudes und Tidemands und trat dann in die dortige Akademie ein, wo Schirmer sein Führer wurde. Nach dreijährigem Aufenthalt begab er sich nach Stockholm und gründete 1866 in Kristiania eine Schule, welche für die Entwickelung der norweg. Landschaftsmalerei bedeutsam wurde. Seit 1873 lebte er wieder in Düsseldorf. M.s Verdienst beruht auf der geistvollen und charakteristischen Wiedergabe der Natur seiner skandinav. Heimat, deren Hafta Ernst und großartige Wildheit er meisterhaft aufzufassen versteht. Mäller (Otto), namhafter Romanschriftsteller,‚ geb. 1. Juni 1816 zu Schotten am Vogelsberg, betrat die kameralistische Laufbahn, verließ dieselbe aber bald wieder, um eine Stelle an der Hofbibliothek in Darmstadt zu übernehmen, womit er später die eines Privatbibliothekars des verstorbenen Prinzen Karl von Hessen verband. Im J. 1843 übernahm er die Redaction des «Frankfurter Konversationsblatto und trat 1848 zur Redaction des Mannheimer Journals über. Seit 1852 lebte M. in Bremen, bis er im Frühjahr 1853 nach Frankfurt zurückkehrte, wo er zunächst die von Meidinger unternommene „«Deutsche Bibliothek, Sammlung auserwählter Originalromanes leitete, dann mit Theod. Creizenach eine ästhetische Zeitschrift, das «Frankfurter Museumv, begründete. Im J. 1866 nahm er in Stuttgart seinen Wohnsitz. M. trat schon seit 1837 als Schriftsteller mit novellistischen Arbeiten auf, aber erst mit seinem biographischen Roman: Bürger. Ein deutsches Dichterleben o (Frankf. 1845; neue Aufl., Stuttg. 1873) gelang es ihm, sich in weitern Kreisen Anerkennung zu verschaffen. Unter seinen nächstfolgenden Werken waren es dann besonders die Romane (Georg Volker, 4Die Mediatisierten »(2 Bde., Frankf. 1848), (Charlotte Ackermann» (Frankf. 1854) und (Der Stadtschultheiß von Frankfurte(Stuttg. 1856), durch die er seinen Ruf als Romanschriftsteller fester begründete. Die Darstellung des innern Lebens und der zarten und verborgenen Seelenregungen vildet den Hauptreiz seiner Dichtungen. Unter diesen sind ferner hervorzuheben: KAndrea del Castagnop (Frankf. 1857), eine Künstlernovelle; Roderich» (2 Bde., 1. u. 2. Aufl., Stuttg. 1861), eine Hof-und Räubergeschichte; „Erzählungen und Charakterbildern (3 Bde., Berl. 1865), (Der Wild-Dlarrery, ein histor. Volksroman (Berl. 1866), «Die Förstersbraut von Neunkirchen » (2. Aufl., Stuttg. 1869), «Der Majoratsherr (3 Bde., Lpz. 1873), „Diadem und Maskev (3 Bde., Stuttg. 1875), „Vonika »(Stuttg. 1877), «Schatten auf Höhen v Stuttg. 1878), «Altar und Kerker (Stuttg. 1885⁵). Eine Sammlung seiner Ausgewählten Schrifteno erschien in 12 Bänden (Stuttg. 1873—70.