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Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Murad Efendi (pseudonym für Franz von Werner), deutscher Dichter, geb. 30. Mai 1836 zu Wien, trat zuerst in den österr., später in den türk. Militärdienst, war dann im türk. Ministerium des Außern beschäftigt, wurde 1864 Konsul in Temesvar, 1873 Generalkonsul in Venedig, 1874 in Dresden, 1877 türk. Ministerresident zu Stockholm, später im Haag, wo er 12. Sept. 1881 starb. Außer den Gedichtsammlungen «Klänge aus Osteno (1865) und Durch Thüringeno (1870) schrieb er die Dramen »Marino Faliero (1871), &Selim III. (1874), Mit dem Stromop (1874), Professors Brautfahrte (1874), „Ein Romanv (1875), Mirabeaud (1875), „Durch die Vasey (1875), gesammelt als Dramatische Werker (3 Bde., 1881), und gab außerdem heraus: Türk. Skizzen» (2 Bde., Lpz. 1878), die Gedichte Ost und Weste (Oldenb. 1878; 3. Aufl. 1881), Naßreddin Chodja, ein osman. Eulenspiegel o (Oldenb. 1878), (Balladen und Bilderv (Oldenb. 1879; 3. Aufl., Lpz. 1885).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 946Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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