Sabbat, d. i. Ruhe, heißt bei den Israeliten der einer gänzlichen Enthaltung von Arbeiten gewidmete siebente Wochentag, der am Abend des ——6 anhebt und bis zum Abend des folgenden Einsetzung von der jüd. Überlieferung auf Moses zurückgeführt wird, mit großer Strenge und zeichneten ihn durch besondern Gottesdienst aus. Der mit dem Passahfeste zusammenfallende S. heißt der Große Sabbat (Joh. 19, 31). Eine Strecke von 2000 Ellen, die man sich an dem Ruhetage von seinem Aöbater entfernen durfte, nannte man einen Sabbaterweg. Das je siebente Jahr, in welchem die AÄcker unbebaut blieben und keine Schulden, wenigstens vom israel. Schuldner, beietrieben, nach dem Talmud sogar erlassen wurden, bieß Sabbatsjahr. Sabbatai Bafs (d. h. Synagogensänger), geb. in Kalisch 1641, von 1679 an in Amsterdam, errichtete am Anfange des 18. Jahrh. eine hebr. Buchdruckerei in Dyhernfurt bei Breslau, wurde 1712 wegen eines bei ihm erschienenen Buches samt seinem Sohne gefänglich eingezogen, seine Offizin geschlossen. Nach erfolgter Freisprechung führte er seine Druckerei weiter bis zu seinem 1718 erfolgten Tode. Er ist bekannt als Verfasser der hebr. Bibliographie „Sifte Jeschinim (Amsterd. 1680, mit Zusätzen Zolkiew 1809), welche die Grundlage von J. Chr. Wolfs Bibliotheca Hebraeao bildet. Er schrieb auch einen Kommentar zu Raschi: Sifte Chachamim⸗. Vgl. Oelsner, Sabbathai Bassista und sein Prozeß» (Lpz. 1858).