Sack (Karl Heinr.), prot. Theolog, der Sohn des vorigen, geb. 17. Okt. 1790 zu Berlin, studierte in Göttingen und Berlin und nahm 1813 als freiwilliger Jager, 1815 als Brigadeprediger beim 3. Armeekorps an den Feldzügen teil. Im J. 1817 habilitierte er sich in Berlin; 1818 wurde er als außerord. Professor nach Bonn versetzt und daselbst 1823 ord. Professor der Theologie. Von 1819 bis 1834 war er hier zugleich Pfarrer der evang. Gemeinde. Seine theol. Richtung erhielt er großentitry, Graf von der Osten⸗) 9⁵ teils durch Schleiermacher. Am umfassendsten ist seine theol. Denkart dargelegt in der Christl. Apologetikꝰ (Hamb. 1829; 2. Aufl. 1841) und der «Christl. Polemikv (Hamb. 1838). Das Ergebnis einer Reise nach Schottland war die Schrift Die Kirche von Schottlando (2 Tle., Heidelb. 1844—45). Im J. 1847 wurde er als Konsistorialrat nach Magdeburg versetzt, wo er später zum Oberkonsistorialrat befördert wurde. Er starb zu Poppelsdorf 16. Okt. 1875. Aus seinen letzten Jahren stammt die „Geschichte der Predigt von Mosheim bis Schleiermacherv (Heidelb. 1866) und seine Schrift über Die evang. Kirche und die Uniono (Bremen 1871). Friedrich Ferdinand Adolf S., älterer Bruder des vorigen, geb. 16. Juli 1788, gest. 16. Okt. 1842 als Oberhofprediger und Konsistorialrat zu Berlin, ist Verfasser der „Neun Gedichte in Bezug auf die großen Ereignisse der letzten Jahre ⸗o (BVerl. 1814) und zweier patriotischer Gedichte: „An meine Mitbürgero (Berl. 1814) und „Das Jahr des Friedens » (Berl. 1815). Sackatu, soviel wie Sokoto, s. unter Haussa.