Sack (Friedr. Sam. Gottfr.), namhafter prot. Theolog, geb. 4. Sept. 1738 zu Magdeburg, wo sein Vater August Friedrich Wilhelm S., der als Oberhofprediger zu Berlin starb, damals Prediger war, studierte zu Frankfurt a. O. Theologie und wurde 1759 Erzieher eines Grafen von Finkenstein, den er 1767 auf die Universität Frankfurt a. O. begleitete. Er wurde 1769 Prediger in Magdeburg, 1777 fünfter Hof⸗ und Domprediger in Berlin, 1786 Oberkonsistorialrat. In seiner Schrift «über die Vereinigung der beiden prot. Kirchenparteien in der preuß. Monarchien (Berl. 1812; 2. Aufl. 1818) sind die Grundlagen der später eingeleiteten Union enthalten. S. wurde 1814 zum Vorsitzenden der mit Verbesserungsentwürfen beauftragten Kommission ernannt. Im J. 1816 erfolgte seine Erhebung zum Bischof. Er starb 2. Okt. 1817. Seiner Richtung nach war S. entschieden biblischer Theolog, der alles auf das praktische Leben zu beziehen suchte. Seine Predigten zeichnen sich durch Klarheit und Einfachheit aus, besonderes Talent entwickelte er in den Kasualreden, wie dies seine „Predigteny (Berl. 1781; 2. Aufl. 1788) und Amtsredeno (Berl. 1804) beurkunden.