Sagoskin (Michael Nikolajewitsch), russ. Schriftsteller, geb. 1789 im Gouvernement Pensa, kämpfte als Offizier bei Polozk und bei der Belagerung von Danzig. Nach dem Frieden schrieb er einige Lustspiele, ward 1817 Theaterdirektor in Petersburg und gab zugleich mit Korsakow das Journal «Severnyj Nabljudatelo (Nordischer Beobachtero) heraus. Im J. 1820 siedelte erz nach Moskau über, ward dort 1831 Direktor des Hoftheaters und Staatsrat, 1842 auch Direktor der Rüstkammer des Kreml und starb daselbst 5. Juli 1852. Sein Hauptwerk ist der histor. Roman in Walter Scottscher Manier „Jurij Miloslawskij oder die Russen im J. 1612 (3 Bde., Moskau 1829 und in zahlreichen neuen Auflagen bis zur Gegenwart; deutsch von Schulz, Leipzig 1839). Ferner schrieb S. die Romane: 4«Roslawlow oder die Russen von 18125 4 Bde., Mosk. 1831; deutsch von Göring, Lpz. 1832), „Das Grab Askolds v, «Die Versuchero, „Moskau und die Moskowitere u. a., Novellen und Skizzen aus dem russ. Volksleben, mehrere Lustspiele: „Die Unzufriedenen», Die Schule der Mutterv, »Die Reise ins Auslandv u. s. w. Seine Schriften zeichnen sich durch Leichtigkeit der Darstellung und heitere Laune aus: das russ. Wesen wird darin ultrawatriotisch und sentimental, aber nicht immer scharf genug im Charakt Sergei Aksakow (Mosk. 1853).