Schubert (Friedr. Karl), Dramatiker, geb. 6. Nov. 1832 zu München, diente 20 Jahre in der bayr. Artillerie und widmete sich, nachdem er als Hauptmann seinen Abschied genommen, philos. Studien und der Beschäftigung mit der schönen Litteratur. Besonders nennenswert sind seine Dramen: «Moritz von Sachseno (Augsb. 1864), *„Der deutsche Bauernkrieg » (1883 unter dem Titel „Florian Geyero mit bedeutendem Erfolg in Münschen aufgeführt), «cNapoleon I.v, dramatisches Charakterbild (Münch. 1882), „Drei Küsser, vaterländisches Schauspiel (1880), Vom Regen in die Traufey, Lustspiel nach Calderon (1873); die Romane: »Und sie bewegt sich dochv (1870), «Die Jagd nach dem Glücke » (1873), 4Wlasta» (1875). Viele Novellen erschienen in der Wiener Pressev, dem Sammlero u. a., seine «Gedichtes in Augsburg 1866. Schubert (Fr. Theodor von), russ. General, geb. in Deutschland 1789 als Sohn eines bedeutenden Astronomen, der später in Petersburg lebte, trat in russ. Militärdienst, begleitete 1805 die russ. Gesandtschaft nach China und nahm 1815—18 das Land zwischen Maas und Schelde auf. Als 1822 in Petersburg ein Topographenkorps errichtet wurde, berief man S. an die Spitze desselben. Unter seiner Leitung entstanden die bekannte Spezialkarte des westl. Teils des russ. Reichso (1826— 40, 59 Blatt) und die «Paßkarte des europ. Teils des russ. Kaiserreichs und der Kaukasusländer v, sowie die Spezialaufnahmen der Gouvernements Petersburg, Pskow und Witebsk. Im J. 1833 stellte er auf Grund umfassender Chronometerbeobachtungen die erste gute Karte der Ostsee her. S. schrieb noch ExXposé des travaux astronomiques et géodésiques exéëcutés en Russie dans un but géographique jusqu'à l'année 18555 (Petersb. 1855) und in den „Mémoireso der petersburger Akademie der Wissenschaften Essai d'une déter-⸗ mination de la véritable figure de la terre v5. Er starb zu Stuttgart 17. Nov. 1865.