Salpi (Lago di), im Altertum Salapina Palus, Strandsee an der Ostküste Unteritaliens, in der Provinz Foggia, 18 Em lang, 4 km breit, wird nur durch eine schmale Landenge vom Golf von Manfredonia des Adriatischen Meeres getrennt: an der südöstl. Spitze des Sees befinden sich königl. Salinen. Am Südufer des S. lag im Altertum die apulische Stadt Salapia (mittellat. Salpis), ein wichtiger Handelsplatz; im zweiten Punischen Kriege lieferte dieselbe sich und die karthagische Besatzung in die Hände der Römer, wurde im Bundesgenossenkrieg eingeäschert und war im Mittelalter Bischofssitz; gegenwärtig liegt hier das Dorf Salpi mit Ruinen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 152Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei