Santos, Hafenstadt der brasilian. Provinz Säo-Paulo auf der Nordseite der Insel Säo-Vicente und am Fuße des isolierten Berges Monserrate (mit Kirche), in dicht bewaldeter, aber ungesunder Umgebung, zählt 15000 E., hat in den der Küste parallel laufenden Straßen manche stattliche Häuser, ein Stadthaus, ein Arsenal, ein Zollhaus (das ehemalige Jesuitenkolleg), mehrere Kirchen und Klöster, einen kleinen, aber tiefen Hafen mit einem Leuchtturm, ansehnliche Kais, öffentliche und private Elementarschulen, ein bedeutendes Hospital, ferner Pferdebahn, Gasbeleuchtung, Wasserleitung und einen sehr schönen, öffentlichen Garten, regelmäßigen Dampfschiffverkehr mit Rio de Janeiro und mittels dieses und der Eisenbahn über Säo-Paulo nach Rio wichtigen Handel. S. ist Sitz eines deutschen Konsulats, Station der Dampfer der Hamburg-Südamerikanischen Dampfschifffahrtsgesellschaft, des Norddeutschen Lloyd, der Royal Mail Steam Packet Company und nächst Rio de Janeiro der wichtigste Ausfuhrhafen Brasiliens für Kaffee, welcher besonders nach Deutschland und England geht.