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ErdkundeBrockhaus 1882

Sarno, Stadt in der ital. Provinz und im Bezirk Salerno, an den Quellen des Sarno (Sarnus), der zwischen Torre dell' Annunciata und Castellamare in den Golf von Neapel mündet, Station der Eisenbahn Neapel-Avellino, ist Bischofssitz, zählt (1881) 16 912 E. und hat zehn Kirchen, darunter die Kathedrale don 1625, Wein⸗ und Olbau, Seidenzucht, Papiermühlen, Eisen⸗ und Kupferhämmer, schwefel-und eisenhaltige Mineralquellen. S., mittellat. Saruum, war seit dem 6. Jahrh. in den Händen der Longobarden und gehörte vom 9. bis 11. Jahrh. zum Fürstentum Salerno. In dem jetzt in Trümmern liegenden Kastell verteidigte sich der in die Verschwörung der Barone verwickelte Francesco Coppola gegen König Ferdinand IJ. Am Sarno fanden 552 die letzten Kämpfe in offener Feldschlacht zwischen den Oströmern unter Narses und den Ostgoten unter ihrem König Tejas statt, welcher letztere hier fiel. — Der Canaledi Sarno führt von dem nördlichsten Quellarm des Sarno über Poggiomarino und um Pompesi südlich herum nach Torre dell' Annunciata in den Golf von Neapel.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 244Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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