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Sagen & MythenBrockhaus 1882

Sartorius von Waltershausen (Wolfgang), verdienter Geolog, Sohn des vorigen, geb. 17. Dez. 1809 zu Göttingen, widmete sich den Naturwissenschaften und machte 1843.—46 verschiedene wissenschaftliche Reisen nach Sicilien, Irland, Schottland, Island und Norwegen. Nach seiner Rückkehr lebte' er zu Göttingen, wo er als Professor der Geologie und Direktor der mineralog.⸗paläontolog. Sammlungen der Universität mhuι 1½ S. starb daselbst 16. Okt. 1876. Von S.“ wissenschaftlichen Arbeiten sind die wichtigsten: Die submarinen vulkanischen Ausbrüche in Val di Notoy (Gött. 1847), «Die vulkanischen Gesteine von Sicilien und Jsland (Gött. 1853), 4Geolog. Atlas von Islande (Gött. 1853). Sein Hauptwerk ist der «Atlas des Atnay (Weim. 1848 fg.), in welchem sehr detaillierte geognost. und topogr. Karten, Ansichten und Profile enthalten sind. Später hat S. der genauern Erforschung der sog. Eiszeit seine Aufmerksamkeit zugewandt und in einer von der holländ. Gesellschaft der Wissenschaft gekrönten Preisschrift, den«Untersuchungen über die Klimate der Gegenwart und der Vorwelt» (Harl. 1865), eine neue Behandlung dieser Aufgabe versucht. Mit Zugrundelegung der Wärmetheorie zeigt er, daß jene merkwürdigen Erscheinungen, welche man durch Annahme einer Eiszeit zu erklären glaubte, vornehmlich durch eine seit der Diluvialzeit stattgefundene veränderte Reliefform der Erdoberfläche hervorgebracht werden. S. war mit Gauß nahe befreundet und verfaßte nach dem Tode desselben auch seine Biographie (Gött. 1856). arum, s. unter Salisbury.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 247Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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