Sartorius (Georg), Freiherr von Waltershausen, deutscher Geschichtschreiber, Sohn des auch als Schriftsteller bekannten Predigers Johann Georg S. zu Kassel, geb. daselbst 25. Aug. 1765, studierte zu Göttingen Theologie und Geschichte, wurde 1792 daselbst Privatdocent, 1794 Custos bei der Bibliothek, 1797 außerord., 1802 ord. Professor der Philosophie und 1814 Professor der Politik. Als akademischer Lehrer erwarb er sich das Verdienst, die Staatswissenschaften und besonders die Nationalökonomie in dem Kreise der Universitätsstudien 91 1820 zu machen. Der König von Bayern erhob ihn 1827 in Anerkennung seiner litterarischen Verdienste und wegen des Besitzes des Rittergutes Waltershausen in Bayern in den Adelsstand. Er starb 24. Aug. 1828. Als histor. Schriftsteller trat er zuerst mit seiner «Geschichte des deutschen Bauernkriegsv (Berl. 1795) auf. Sein bedeutendstes histor. Werk ist die Geschichte des hanseatischen Bundesv (3 Bde., Gött. 1802—8), der sich die cUrkundliche Geschichte des Ursprungs der deutschen Hansa bis zum 13. Jahrh.» (herausg. von Lappenberg, 2 Bde., Hamb. 1830) anschloß. Sein Versuch über die Regierung der Ostgoten während ihrer Herrschaft in Italien (franz., Par. 1811; deutsch, Hamb. 1811) wurde von dem Französischen Institut mit dem Preise gekrönt. Seinem (Handbuch der Staatswirtschafth (Berl. 1796) ließ er die Schrift Von den Elementen des Nationalreichtums und der Staatswirtschaft nach Adam Smithy (Gött. 1806) und die «Abhandlungen, die Clemente des Nationalreichtums und der Staatswirtschaft betreffende (Bd. 1, Gött. 1806) folgen, die dazu beitrugen, Adam Smiths polit. Grundsätze in Deutschland bekannter zu machen.