Sassauiden heißen die Nachkommen Sassans, Vaters des Königs von Persien Ardeschir-Babegan, der, von den Griechen Artaxerres genannt, 226 den letzten Partherkönig, den Arsaciden Artaban, besiegte und dem Partherreiche nach 480jähriger Dauer den Untergang bereitete. Die Dynastie der S., die größte, die Persien (s. d.) je besessen hat, stellte den Namen Persiens wie die Ormuzdreligion wieder her und bot während 400 Jahren den Römern und Byzantinern Trotz, bis die Araber unter dem Kalifen Omar derselben durch die blutigen Schlachten von Kadesia (636) und Nehavend (642), sowie durch die Vertreibung Jezdegerds III. ein Ende machten. Einige dieser Könige, wie die Sa-Par Behram, Khosrev Anuschirvan, Khosrev arviz, Jezdegerd (s. d.), leben noch heute als ruhmvolle Vertreter der pers. Nationalität im Munde des pers. Volks. Die S. haben zahlreiche Bauwerke und Inschriften hinterlassen; die von ihnen herstammenden höchst zahlreichen Münzen sind das sicherste Mittel zur Feststellung mancher boralen histor. Fragen. Mehrere unter ihnen, vor allem Khosrev Anuschirvan (s. d.), erwarben sich hohe Verdienste um Kultur und Bildung, und verpflanzten sogar die klassische Philosophie auf ers. Boden; aber leider ist die ganze in Pehlewiprache geschriebene Litteratur zum größten Teil durch die Moslemen vernichtet worden.