FeedScabiosa L.
GeschichteBrockhaus 1882

Scabiosa L., Grinde, zur Familie der Kardengewächse (Dipsaceae) gehöriges, von neuern Autoren in mehrere Gattungen aufgelöstes Geschlecht, gekennzeichnet durch sparrige Stengel mit sehr langgestielten Blütenköpfen und gegenständigen, meistens leierförmig-halbgefiederten Blättern, in besonders charakteristischer Weise durch den Bau der Blumen; bei diesen ist der spreuborstige Fruchtboden von einer aus flachen Blättchen bestehenden Hülle und der eigentliche Kelch der zahlreichen Einzelblüten, schon an sich Spreublättchen ähnlich, von krugförmig verwachsenen Hüllblättchen umgeben, die oft die Gestalt eines in einen fächerartigen, häutigen Saum übergehenden Bechers annehmen. Auf Waldwiesen mit frischem, moorigem Boden häufig ist 8. Succisa L. (Suceisa pratensis Moench.), von der sehr kurzen, wie abgebissen sich darstellenden Wurzel Teufelsabbiß genannt, im Hoch- und Spätsommer mit kugeligen, azurblauen Blumen, und auf Wiesen, Feldern etc. S§. arvensis (Knautia), die Ackergrinde, mit rosenroten oder lilafarbigen Blumen, beide perennierend und in früherer Zeit als heilkräftig betrachtet. Im Blumengarten häufig ist die südeurop. einjährige 8S. atropurpurea Deye, die Gartengrinde, wegen der samtschwarzpurpurnen, von weißen Staubbeuteln überragten Blumen gewöhnlich Witwenblume genannt. Durch Aussaat sind von ihr nicht nur zahlreiche Farbenvarietäten (mit karmin⸗, rosen⸗, kirsch-, kupferroten, weißen u. s. w. Blumen) erzogen worden, sondern auch Rassen von dichtbuschigem (var. major compacta) und von zwergigem Wuchs (Vvar. gana). Sehr beliebt sind die Varietäten mit größern Blüten, von denen die in der Mitte des Köpfchens nahezu ebenso kräftig entwickelt sind, wie die der Peripherie. Alle Varietäten eignen sich zur „Gruppierung für sich, besonders die niedrigen. eScafati, Stadt in der ital. Provinz und im Bezirk Salerno, am Sarno, der im 10. Jahrh. auch

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 276Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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