Schaumkalk, im Zechstein, namentlich im Dolomit desselben, vorkommende zerreibliche Massen, welche aus reinem kohlensauren Kalk, und zwar aus Aragonit (nicht aus Kalkspat) bestehen, sich aber als ein Umwandlungsprodukt von schwefelsaurem Kalk (Gips) erweisen. Andererseits werden aber auch als S. eigentliche ursprüngliche Kalksteine bezeichnet, welche mit schmutzig-gelblichen oder rötlichen Farben in der untern Abteilung der Muschelkalkformation auftreten, und sich durch ihre feinporöse, unter der Lupe fast schwammartig erscheinende Struktur auszeichnen, wobei die runden, wie Nadelstiche aussehenden Poren jedoch schon dem bloßen Auge erkennbar sind und wohl von zerstörten Oolithkörnern herrühren. Wegen seiner Weichheit und Zähigkeit ist dieser letztere S. leicht zu bearbeiten; auch liefert er trefflichen Baustein.