Schenk (Eduard von), bayr. Staatsmann und Dichter, geb. zu Düsseldorf 10. Okt. 1788, studierte zu Landshut und trat 1817 von der prot. zur kath. Kirche über. Er wurde 1823 im bayr. Staatsdienst Generalsekretär des Justizministeriums, bald darauf geadelt, 1825 Ministerialrat und Vorstand der Schul⸗ und Kirchensektion, 1828 Staatsrat und Minister des Innern. Im J. 1831 erließ er gegen den Beschluß des Staatsrats eine Censurverordnung, welche große Aufregung im Lande herbeiführte, und gleichzeitig eine Verfügung, durch welche mehrere freisinnige Abgeordnete in ihrer Eigenschaft als Staatsdiener oder als Pensionsempfänger vom Eintritt in die Kammer ausgeschlossen wurden. Die Censurverordnung mußte außer Wirkung gesetzt und S. seines Ministeriums enthoben werden; doch wurde er zum Präsidenten der Provinzialregierung zu Regensburg, nachher zum Reichsrat ernannt, und 1838 in den ordentlichen Dienst des Staatsrats nach München berufen, wo er 26. April 1841 starb. Als Dichter hat sich S. besonders durch sein Trauerspiel «Belisaro bekannt gemacht. Die Sammlung seiner «Schauspieler umfaßt drei Bände (Stuttg. 1829—35). Auch schrieb er mehrere Festspiele und gab seit 1834 das Taschenbuch «Charitaso heraus. In seinen Dichtungen ist Innigkeit des Gefühls und tiefe Religiosität nicht zu verkennen. Die von ihm besorgte Ausgabe von Michgel Beers »Sämtlichen Werkeno (Lpz. 1835) begleitete er mit einer Biographie des Dichters.