FeedSchmid (Karl Ernst)
Recht & StaatBrockhaus 1882

Schmid (Karl Ernst), Jurist, Neffe von Karl Christian Erhard S., geb. 24. Okt. 1774 zu Weimar, widmete sich zu Jena jurist. und philos. Studien und folgte 1797 einem Rufe nach Bayreuth zur Redaction der dortigen polit. Zeitung, die er bis 1804 führte. Auch trat er in preuß. Staatsdienst und wurde 1803 Kriminalrat, 1804 Stadtgerichtsrat. Im J. 1807 ging er als Regierungs- und Konsistorialrat nach Hildburghausen, 1809 als ord. Professor der Rechte nach Jena, 1810 als Mitglied des Geh. Rechtskollegiums wieder nach Hildburghausen, wo er 1811 Vizepräsident sämtlicher Landeskollegien und 1812 Geheimrat wurde. Im J. 1816 trat er in das Oberappellationsgericht zu Jena ein und wirkte außerdem als Lehrer an der Universität. Im J. 1826 wurde er Ordinarius der Juristenfakultät und damit Vorsitzender der Spruchkollegien. S. starb 28. Juni 1852. Von seinen Schriften sind zu nennen: Kritische Einleitung in das gesamte Recht des franz. Reichs (2 Tle., Hildburgh. 1808 — 9), «Deutschlands Wiedergeburtv (Jena 1814), Der Deutsche Bundo, eine Zeitschrift (Bd. 1, Jena 1815), Der Büchernachdruck (Jena 1823). Sein Hauptwerk, «Lehrbuch des deutschen Staatsrechtso(Bd.1, Jena 1821), blieb unvollendet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 427Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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