Schildläuse (Coccina) bilden unter den Insekten eine in viele Gattungen und Arten zerfallende Familie Halbflügler; die Weibchen sind ungeflügelt und mit einem deutlichen Saugrüssel versehen, die Männchen mit zwei häutigen Flügeln versehen und meist ohne deutlichen Rüssel. Die rundlichen, halbkugeligen oder schildförmigen Weibchen gehen aus beweglichen Larven hervor, saugen sich mit dem Rüssel an Baumrinden und Blättern fest, legen die Eier in einen weichen Filz gehüllt unter sich und bleiben gewöhnlich unbeweglich darauf sitzen. Nach dem Tode des Weibchens kriechen dann die Jungen hervor und suchen sich auf der Pflanze einen bequemen Platz zum Ansaugen. Da sie Säfte der Pflanzen aussaugen und sich schnell vermehren, so sind sie den Gewächsen oft schädlich und den Gärtnern mit Recht Tabars-Durch Abbürsten und Abwaschen mit einer Tabaksabkochung können sie vertilgt werden. In Treibhäusern sind die Orangenschildlaus (Coccus Hesperidum) und die Kaffeeschildlaus (C.Adonidum) oft eine große Plage. An den Pfirsichbaumzweigen findet sich die Pfirsichschildlaus (C. Persicae), und an den Astquirlen der Fichten bildet die Fichtenquirlschildlaus (C. racemosus) braune Blasen, sodaß die Zweige oft ein schwarzes Ansehen bekommen und absterben. Die rotgefärbte Gummilackschildlaus (C. Lacca) lebt in Ostindien auf dem ind. Feigenbaum (Ficus Indica), dem heiligen Feigenbaume (Ficus religiosa) u. s. w., aus denen durch ihren Stich der Milchsaft ausfließt, die Tierchen überzieht und erhärtet, der so als Gummilack oder Schellack (s. d.) in den Handel gebracht wird. Die Mannaschildlaus (C. manniparus) bewirkt durch Anstechen der Mannatamariske das Hervorquellen einer an der Luft bald erhärtenden Mannaart. Einige S. liefern Farbstoffe, wie die Cochenillschildlaus (Coccus cacti, Tafel: Insekten IV, Fig. 44) und die Kermesschildlaus. (S. Cochenille und Kermes.) Einen Übergang von den S. zu den Blattläusen bilden die Tannenläuse (Chermes) und Rebläuse (Phylloxera).