FeedSchlangenbad
ErdkundeBrockhaus 1882

Schlangenbad, Kurort im Kreis Untertaunus des preuß. Regierungsbezirks Wiesbaden, 9 km westnordwestlich von Wiesbaden, 282 m über dem Meere in einem schönen Thale gelegen, hat seinen Namen von den vielen in der r Aae lebenden unschädlichen Schlangen (Coluber flavescens) und besitzt acht Mineralquellen, welche sämtlich zu den erdig-alkalischen Mineralwässern gehören und eine Temperatur von 29 bis 32* C. haben. Das Wasser wirkt beruhigend und krampfstillend auf das Nervensystem, in ähnlicher Weise auf das Gefäßsystem, besonders aber belebend und erweichend auf die äußere Haut. Hauptsächlich wird es in der Form von Bädern bei chronischen Nerven⸗ und Hautkrankheiten, Frauenkrankheiten, Lähmungen gichtischer und rheumatischer Natur und chronischen Entzündungen innerer Organe angewendet. S. wird auch seiner reinen Waldluft und der Molkenheilanstalt wegen oft von Brustleidenden und zur Sommerfrische besucht. Vgl. Baumann, &S. Fremdenführero, in deutscher und franz. Sprache, «Arztliche Mittheilungenv,‚ in deutscher und engl. Sprache (Schlangenbad 1884), Bertrand, «S. et ses eaux thermales (2. Aufl., Wiesb. 1874).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 376Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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