Schleswig, ehemaliges Herzogtum, bildet jetzt den nördlichsten Teil der preuß. Provinz Schleswig-Holstein (s. d.), den die Eider und der Eiderkanal vom ehemaligen Herzogtum Holstein trennt. S. zählte 1864 auf 9140,4 Akm 406 486 CE. Vgl. J. von Schröder, Topographie des Herzogtums S.v (2. Aufl., Oldenb. i. H. 1864); Trap, Statistisktopographisk Beskrivelse af Hertugdömmet Slesvigo (Kopenh. 186. Geschichte bis zur Vereinigung S.s mit Holstein. Erst um 800 tritt S. in die Geschichte ein. Damals herrschte hier König Göttrik oder Gottfried (804—810), der gegen Kaiser Karl d. Gr. Krieg führte und zum Schutz des Landes einen Grenzwall, das sog. Danewerk (s. d.), zu erbauen anfing. Dagegen organisierte Karl d. Gr. zwischen Eider und Schlei die sog. dänische Mark. Nach Göttriks Tode stritten verschiedene Dynastien um die Herrschaft. Einer der Füpien an Harald, rief den Kaiser Ludwig den Frommen um Hilfe an und ließ sich 826 zu Mainz taufen. Unter seinem