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Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Schöne Wissenschaften (Belles-lettres) wurden früher Dichtkunst und Redekunst genannt, weil sie mehr als die andern Künste in das Gebiet wissenschaftlichen Denkens Dee Als Schöne Seele bezeichnet man, besonders nach Rousseaus „Belle àmey in der Neuen Heloises und nach Goethes „Bekenntnissen einer schönen Seeley in ⸗Wilhelm Meisters Lehrjahreno, ein moralisch wie ästhetisch feinfühlendes und darum in seiner innern Harmonie von den Berührungen mit der Wirklichkeit leicht verletbares Gemüt. (Vgl. auch Klettenberg.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 460Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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