Schönaich (Christoph Otto, Freiherr von), deutscher Dichter, geb. 12. Juni 1725 zu Amtitz in der Niederlausitz, trat 1745 in kursächs. Kriegsdienste, nahm aber schon 1747 als Kürassierlieutenant seinen Abschied und lebte seitdem in Amtitz. Gottsched gab sein Wichlandn Epos (Hermann oder das befreite Deutschlando (Lpz. 1751; 4. Aufl. 1805) mit einer anpreisenden Vorrede heraus und suchte ihn im Gegensatz gegen Klopstock und dessen Freunde zum Muster der deutschen Dichtkunst zu erheben, weshalb er ihn auch 1752 von der philos. Fakultät zu Leipzig zum Dichter krönen ließ. S. schrieb noch ein anderes, ebenso schwaches Heldengedicht, KHeinrich der Vogler» (Berl. 1757), mehrere Trauerspiele, Oden u. dgl., und eine anonyme, nicht ganz witzlose Satire gegen die neuern Dichter, besonders gegen Bodmer und Klopstock: «Die ganze Asthetik in einer Nuß, oder neologisches Wörterbuchv (1794). Er starb, seit mehr als 30 Jahren erblindet, in Amtitz 15. Nov. 1807. Schönau in Schlesien, Kreisstadt im preuß. Regierungsbezirk Liegnitz, rechts an der Katzbach, 240 meüber dem Meere, ist Sitz des Landratsamts und eines Amtsgerichts, zählt (1885) 1529 E. und hat eine evang. und zwei kath. Pfarrkirchen. Südöstlich von S. liegt Dorf Alt-Schönau mit 925 C., Schloß und Rittergut. — Der Kreis Schönau zählt auf 349 akm (1885) 24 924 E.