Schöne (Richard), Bruder des vorigen, verdienter Archäolog, geb. 5. Febr. 1840 in Dresden, studierte in Leipzig Philologie, arbeitete 1861—64 im Atelier des Landschaftsmalers Preller in Weimar, machte 1864—68 Reisen in Italien und Griechenland, habilitierte sich 1868 in Berlin und wurde 1869 außerord. Professor der Archäologie an der Universität Halle. Im J. 1872 in das Kultusministerium nach Berlin als Referent für die Kunstangelegenheiten berufen, wurde er 1873 zum vortragenden Rat, 1880 zum Generaldirektor der Kunstmuseen in Berlin ernannt. Er schrieb: «über Platons Protagorasv (Opz. 1862), „Die antiken Bildwerke das Lateranensischen Museumso (mit Benndorf, Lpz. 1867), Quaestionum Pompeianarum specimenv (Lpz. 1868), „Griech. Reliefs aus athenischen Sammlungeno (Opz. 1872), Le antichita del Museo Bocchi di Adriao (Rom 187⁸).