Schönefeld, Pfarrdorf in der sächs. Kreis⸗ und Amtshauptmannschaft Leipzig, links an der Parthe, 1,5 km nordöstlich von Leipzig, zählt (1880) 3625 E. und hat ein Rittergut mit Schloß und Park, Landhäuser leipziger Familien, zwei Ziegeleien, Kunst- und Handelsgärtnereien, eine Dampfsägemühle, eine Wachstuch-, eine Teerfabrik, Glasschleiferei und eine Chemikalienfabrik. Während der Völkerschlacht bei Leipzig verteidigte am 18. Okt. 1813 der franz. Marschall Marmont den Ort auf das heldenmütigste gegen die den ganzen Nachmittag ununterbrochen erneuten Stürme der Russen unter Langeron und St.⸗Priest, während eine westlich von S. auf der Höhe aufgefahrene Batterie Blüchers das Dorf an mehrern Stellen in Brand schoß, wobei das Herrenhaus und die Kirche zerstört wurden; erst gegen 6 Uhr abends verloren die Franzosen diesen wichtigen Stützpunkt ihres linken Flügels.