Meiringen, Hauptort des Amtsbezirks Oberhasli (s. Hasli) im Oberland des schweiz. Kantons Bern, liegt 600 m über dem Meere, 11 km östlich vom Brienzersee auf der rechten Seite des Aarethals am Fuße des Hasliberges, besitzt eine alte Kirche mit freistehendem Turm, eine Burgruine (Restiturm) und mehrere Gasthöfe und zählt (1880, als Gemeinde) 2805 meist reform. E., deren Haupterwerbsquellen der Landbau, die Alpenwirtschaft, die Holzschnitzerei und der sehr lebhafte Touristenverkehr sind, den die 13 Em lange Poststraße Brienz-M., die Brünigstraße und die Paßwege der Grimsel, des Susten, des Jochs und der Großen Scheidegg dem Dorfe zuführen. Dicht hinter M. bilden der Dorfbach und der Alphach, durch deren Hochwasser das Dorf mehrmals, namentlich 1762 und 1811, verheert wurde, ansehnliche Wasserfälle und gegenüber, auf der linken Seite der Aare, über welche hier zwei Brücken führen, stürzt der Reichenbach aus der Oberstufe des Rosenlauithals in die Thalebene der Aare herab. Am 10. Febr. 1879 wurde während eines Föhnsturms der untere Teil des Dorfs durch eine Feuersbrunst zerstört.