Schuderoff (Georg Jonathan), prot. Theolog, geb. zu Gotha 24. Okt. 1766, studierte in Jena, wurde 1790 Substitut zu Drakendorf bei Jena, rückte 1792 in das Pfarramt selbst ein, wurde 1797 Subdiakonus in Altenburg, 1805 Archidiakonus, 1806 Oberpfarrer und Superintendent in Ronneburg und 1824 Konsistorialrat. Im J. 1836 trat er in den Ruhestand und starb 31. Okt. 1843. S. Rasden zu den namhaftesten Vertretern des Rationalismus. Im J. 1802 begann er das (Journal zur Veredlung des Prediger⸗ und Schullehrerstandes, des öffentlichen Religionskultus und des Schulwesens », welches er bis 1832 fortsetzte. Mit Röhr und Schleiermacher gab er ein «Neues Magazin von Fest⸗, Gelegenheits⸗ und andern Predigtenv (Magdeb. 1823fg.) heraus. An seine Schrift «über Kirchenzucht, mit besonderer Hinsicht auf die prot. Kirchen (Altenb. 1809) schlossen sich: Briefe über das prot. Kirchenwesenv (Lpz. 1815), (Grundzüge zur evang.⸗christl. Kirchenverfassung und zum evang. Kirchenrecht» (Opz. 1817) und Küber die Konsistorialverfassungo (Opz. 1831). Die anonymen Schriften „Die Märtyrer der Liebe, von J. S. v (Berl. 1805) und »Richard und Auguste, ein Roman in Briefend (Schneeb. 1805) sind ebenfalls von ihm. Auch ließ er eine Sammlung seiner «Kleinern Schriften kirchenrechtlichen und religiösPhilos. Inhaltso (Lüneb. 1837) erscheinen.