Schumacher (Peder, Graf von Griffenfeld), dän. Staatsmann, geb. als Sohn eines kopenhagener Weinschenken 3. Sept. 1635, widmete sich den staatswissenschaftlichen Studien und bildete sich durch Reisen im Auslande. Nach seiner Rückkehr 1660 gewann er bald die Gunst des Königs Friedrich III., ward zum Vorstand des Geheimarchivs, sowie auch der neuerrichteten königl. Bibliothek ernannt und nahm eifrig teil an der Einführung des Absolutismus. Im J. 1671 ward er in den Adelsstand erhoben und erhielt zugleich Sitz im Geheimrat; 1673 ward er zum Reichskanzler und dän. Grafen ernannt, 1674 zum deutschen Reichsgrafen, Justitiarius des Höchsten Gerichts und Patron der Universität. Bald fiel er aber als Opfer neidischer Feinde, denen seine skandinav. Politik ein Dorn im Auge war. Er ward 21. März 1676 als Hochverräter vor Gericht gezogen. Das Todesurteil ward auf dem Richtplatze in lebeslängliche Haft verwandelt, die er erst auf dem Kastell von Kopenhagen, dann auf der Festung Munkholmen bei Drontheim verbüßte. In seinem letzten Lebensjahr erhielt er die Freiheit. Er starb zu Drontheim 22. März 1699.