Schwarzburg, Dorf in Schwarzburg-Rudolstadt, Landratsamt Königsee, im tief eingeschnittenen Thal der Schwarza, 330 m über dem Meere, mit (1880) 683 E. Hoch über dem Orte, auf einem isolierten Bergkegel, inmitten eines weiten waldbedeckten Bergkessels des Thüringerwaldes, erhebt sich Schloß Schwarzburg, Sommerresidenz des Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt und Stammburg des fürstl. Hauses, 402 m über dem Meere, 78 m über dem Flusse. Die Burg, nach einem Brande 1726 neu erbaut, mit dem fürstl. Rudolstädtischen Erbbegräbnis, besitzt eine Rüstkammer mit sehenswerter Gewehrsammlung; der von der alten Burg stammende Kaisersaal weist Wandgemälde von R. Oppenheim, welche die Geschichte des fürstl. Hauses zum Gegenstande haben, sowie wertvolle Majoliken auf. S. ist mit seiner Umgebung die Glanzpartie des östl. Thüringerwaldes; etwa 4 km nördlich vom Schloß steigt der Trippstein (467 m) im Walde auf, mit einer Birkenhütte auf seinem Gipfel, von welcher man eine schöne Aussicht auf Schloß und Schwarzathal genießt; 2 km westlich vom Trippstein befindet sich das von einem Park umgebene Jagdschloß Fasanerie.