Schwarzerz, s. Fahlerz. Schwarzfärben. Da es eine eigentlich schwarze Farbe nicht gibt, so kann Gespinstfasern und Geweben nur durch Erzeugung von höchst intensiv dunkeln Farben oder Farbenmischungen ein schwarzes Aussehen erteilt werden. Die meisten schwarz gefärbten Stoffe erweisen sich bei genauer Betrachtung als blauschwarz, braunschwarz und je mehr es dem Färber gelingt, diese eigentlichen Farbentöne durch geschickte Behandlung zum Verschwinden zu bringen, um so geschätzter ist die Ware. Einzelne haben hierin große Fertigkeit erlangt, so die geraer Färbereien für Wollstoffe, die krefelder für Seidenwaren. Diese hüllen aber auch die Details ihres Verfahrens, dessen allgemeine Prinzipien bekannt sind, in geheimnisvolles Dunkel. Die Grundlage des Schwarz auf Wolle und Baumwolle ist immer eine Verbindung von Blauholzexträkt mit Eisenoryd, Kupferoxyd oder Chromoxyd; auf Seide Gerbsäure und Eisenoxyd. Die Seide nimmt bei geeigneter Behandlung mehr als das Doppelte ihres Gewichts der färbenden Substanzen auf und wird daher beim Färben bedeutend beschwert. Beide Methoden werden auch miteinander kombiniert. So wird namentlich Baumwolle mit Gerbsäure enthaltendem Material (Gallapfel, Sumach u. dgl.) galliert, schmackiert oder tanniert, dann in Eisenorydsalzen grau gefärbt und endlich im Blauholzbade schwarz gemacht. Tuche werden häufig tief indigoblau gefärbt und dann mit einer der obigen Beizen und Blauholzextrakt überfärbt. Beim Zeugdruck wird fast ausschließlich Anilinschwarz verwandt. Eine mit etwas Schwefelkupfer oder einer Spur von Vanadinsäure versetzte und mit dem nötigen Verdickungsmittel versehene Lösung von chlorsaurem Anilin wird auf das Zeug gedruckt, worauf sich beim Dämpfen ein intensives Schwarz entwickelt.