Schweichel (Georg Julius Robert), Schriftsteller, geb. 12. Juli 1821 zu Königsberg i. Pr., trat erst in das väterliche Geschäft, studierte aber dann seit 1844 in Königsberg Rechts⸗ und Kameralwissenschaften. Im J. 1848 gab er mit W. Sommerfeld die «Dorfzeitung für Preußen heraus und schrieb für liberale Blätter, bis ihn der Druck der Reaktion zwang, nach Lausanne überzusiedeln. Land und Leute der franz. Kantone der Schweiz und Savoyens schilderte er in den Novellensammlungen: „In Gebirg und Thalo (Berl. 1864), (Jura und Genferseer (Berl. 1865), «Im Hochlando GBerl. 1868), «Aus den Alpeno (2 Bde., Berl. 1870) und in den Erzählungen: „Der Wunderdoktoro⸗ (3. Aufl., Berl. 1882), (Der Krämer von Illiezo (3. Aufl., Berl. 1882). Im Herbst 1861 ging S. nach Berlin, lebte dann in Hannover und Leipzig und kehrte schließlich nach Berlin zurück, um die Redaction der «Deutschen Romanzeitungo zu übernehmen, die er von 1869 bis 1883 führte. Für dieses Journal schrieb er den Roman aus den preuß. Hinterwäldern «Der Axtschwingery (3. Aufl., Berl. 1880), den Roman „«Der Bildschnitzer vom Achensee v (3. Aufl., 3 Bde., Berl. 1876) und (Die Falkner von St. Vigilo (3 Bde., Berl. 1881). Die Frucht einer Reise durch Italien waren die Italienischen Blätter» (Berl. 1877) und Camillav, eine röm. Novelle (Berl. 1886). S. hat seinen Wohnsitz in Berlin.