FeedSchwimmkäfer (Dytiscidae)
TierreichBrockhaus 1882

Schwimmkäfer (Dytiscidae), eine aus mehr wie 900 Arten bestehende, über die ganze Erde verbreitete, in den gemäßigten Gegenden aber stärker entwickelte Familie der Käfer, die den Laufkäfern (s. d.) so nahe verwandt sind, daß man sie geradezu als deren Wasser⸗ oder Schwimmformen bezeichnen kann. Ihre Freßwerkzeuge sind ganz wie bei diesen beschaffen, aber der Körper ist oval, verbreitert, die Hinterbeine sind flachgedrückte Schwimm- oder Ruderbeine und in ihrem obersten Abschnitte fest mit dem Körper verbunden. Die S. können meist vortrefflich fliegen, was sie in der Regel des Nachts thun, und sind wie ihre Larven kühne Räuber, die sich von andern Wasserinsekten, Mollusken, gelegentlich auch von Aas ernähren. Die Männchen haben meist die drei ersten Glieder der Tarsen an den Vorderbeinen zu einem kompliziert gebauten, Dergemeiniten 2. Haftapparat verbreitert. Einer er gemeinsten Arten Dytiscus marginalis, s. Tafel: Insekten I, Fig. 3) findet sich in stehenden Gewässern ganz Europas, wird bis 30 mm lang, ist oben dunkelolivengrün, unten braungelb und mit einem braungelben Rand an der Außenseite der Flügeldecken und um das Halsschild herum. Die Weibchen haben meist längsgefurchte Flügeldecken.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 613Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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